PRP-Behandlung (Platelet Rich Plasma) – Gesicht & Kopfhaut
Die PRP-Therapie (Platelet Rich Plasma) ist ein autologes regeneratives Verfahren der ästhetischen Medizin. Grundlage ist die Aufbereitung patienteneigenen Blutes zur Gewinnung eines plättchenreichen Plasmas mit hoher Konzentration an Wachstumsfaktoren und bioaktiven Proteinen.
Nach venöser Blutentnahme erfolgt die Zentrifugation zur Separation der Blutbestandteile. Das so gewonnene Plasma wird anschließend in die zu behandelnden Areale re-injiziert.
Wirkprinzip
Die im PRP enthaltenen Wachstumsfaktoren (u. a. PDGF, TGF-β, VEGF) stimulieren regenerative Prozesse im Gewebe. Hierzu zählen insbesondere die Aktivierung von Fibroblasten, die Förderung der Kollagenneogenese sowie die Verbesserung der Mikrozirkulation.
PRP im Gesicht (autologe Biostimulation)
Die intradermale Applikation von PRP wird zur Verbesserung der Hautqualität und zur Unterstützung regenerativer Prozesse eingesetzt.
Indikationen / Zielsetzungen:
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Verbesserung der dermalen Struktur und Hautelastizität
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Reduktion feiner Rhytiden
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Behandlung von lichtgeschädigter Haut
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Verbesserung atropher Narben (z. B. Aknenarben)
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Förderung eines gleichmäßigen Hautbildes und Hautglow
PRP bei Haarausfall (Kopfhaut)
Die intrakutane Injektion von PRP in die Kopfhaut wird zur unterstützenden Behandlung nicht-narbiger Alopezien eingesetzt, insbesondere bei androgenetischem oder diffusem Haarausfall.
Wirkziele:
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Stimulation der Haarfollikelaktivität
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Verbesserung der dermalen Durchblutung
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Verlängerung der anagenen Haarphase
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Unterstützung der Haarstabilität und -dichte
Behandlungsablauf
Nach ärztlicher Anamnese und Indikationsstellung erfolgt die Blutentnahme. Im Anschluss wird das Plasma mittels Zentrifugation aufbereitet und in die definierten Behandlungsareale mittels multipler Mikroinjektionen appliziert.
Die Behandlung dauert in der Regel ca. 45–60 Minuten.
Behandlungsserie
Für ein optimales Therapieergebnis werden initial üblicherweise 3–4 Sitzungen im Abstand von 2–4 Wochen empfohlen. Erhaltungsbehandlungen können je nach klinischem Befund in größeren Intervallen erfolgen.
Verträglichkeit und Ausfallzeit
Die PRP-Therapie gilt als gut verträglich, da ausschließlich autologes Material verwendet wird. Postinterventionell können vorübergehende Erytheme, leichte Schwellungen oder punktförmige Hämatome auftreten. Eine relevante Downtime besteht in der Regel nicht.
Hinweis
Die PRP-Therapie stellt ein biologisches Stimulationsverfahren dar. Die Ergebnisse sind abhängig von individuellen Faktoren wie Ausgangsbefund, Alter, Lebensstil und Therapietreue und entwickeln sich graduell über mehrere Wochen.
